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Was sind solidarische Gesundheits-Zentren?

unser Konzept

Unsere solidarischen Gesundheits-Zentren sind:

  • Orte für Gesundheits-Versorgung

  • Orte für Begegnung

  • Ausgangs-Punkte für Veränderungen in der Gesellschaft

Unsere solidarischen Gesundheits-Zentren sind Teil von verschiedenen Sozial-Räumen.
Sozial-Räume sind Orte, wo Menschen leben und sich begegnen.
Das sind zum Beispiel Kieze oder Stadtteile oder auch Landkreise.
Unsere solidarischen Gesundheits-Zentren sind also da, wo die Menschen leben.
Das ist wichtig.
So können die Menschen leicht zu uns kommen.
So können die Menschen unsere Angebote besser nutzen.
Wir möchten auch, dass die Menschen mitbestimmen können.

Die solidarischen Gesundheits-Zentren sind in einem Verband organisiert.
Informationen zum Verband gibt es hier: LINK
Was will der Verband?
Die solidarischen Gesundheits-Zentren sollen ein Teil vom deutschen Gesundheits-System sein.
Es gibt schon viele solidarische Gesundheits-Zentren in Deutschland.
Und es werden noch mehr Zentren aufgebaut.

Wie ist unser Konzept entstanden?

Es gibt viele wissenschaftliche Ideen und Modelle zur Gesundheits-Versorgung.
Diese wissenschaftlichen Ideen und Modelle sind ein Teil unseres Konzeptes.
Ein Modell davon heißt:

  • soziale Determinanten von Gesundheit

Das bedeutet: Was hat Einfluss auf die Gesundheit der Menschen?

Viele Dinge können Gesund oder Krank machen:

  • Geld

  • Umwelt

  • Arbeit

  • ...

Das bedeutet: Gesundheit ist viel mehr als medizinische Versorgung.

Das erklären wir hier genauer: LINK

Das steht in unserem Konzept:

Die solidarischen Gesundheits-Zentren sind Orte für Gesundheits-Versorgung.
Aber wir machen auch Gemeinwesen-Arbeit.
Gemeinwesen-Arbeit bedeutet:
Wir bringen Menschen in Sozial-Räumen zusammen.
Die Menschen können zusammen an einen Projekt arbeiten.
Die Menschen können den Sozial-Raum gestalten.

Und wir forschen auch zu verschiedenen Themen.
Vor allem machen wir Sozial-Raum-Analysen.
Das bedeutet: Wir überprüfen die Lebens-Bedingungen im Stadt-Teil.
Wie viele Grün-Flächen gibt es?
Wie laut ist es in dem Stadt-Teil und wie ist gut ist die Luft im Stadt-Teil?
Sozial-Raum-Analyse bedeutet auch:
Wir befragen die Menschen im Stadt-Teil.
Wir machen Haustür-Gespräche und befragen die Teilnehmer*innen unserer Angebote.

Ort für Gesundheits-Versorgung

Zu uns können Menschen mit verschiedenen gesundheitlichen Problemen kommen.
Das bieten wir an:

  • allgemein-medizinische Versorgung

  • psychologische Beratung

  • Sozial-Beratung

  • Community-Health-Nursing

Community-Health-Nursing ist Englisch und kann so übersetzt werden:
Stadtteil-Gesundheits-Pflege oder Gemeinde-Gesundheits-Pflege.
Das bedeutet:
In jedem Stadt-Teil oder jeder Gemeinde gibt es besondere Pflege-Kräfte.
Diese Pflege-Kräfte helfen bei:

  • Beratung und Untersuchung von Patient*innen

  • Gesundheits-Vorsorge und Aufklärung

  • Orientierung im Gesundheitssystem

Wir sagen: für eine gute Gesundheit braucht es mehr als allgemein-medizinische Versorgung.

  • Es braucht auch eine gute psychische Gesundheit.

  • Es braucht auch ein gutes soziales Umfeld, in dem ich gesund leben kann.

  • Es braucht gute soziale Bedingungen, damit ich gesund leben kann.

In den solidarischen Gesundheits-Zentren arbeiten Mitarbeiter*innen mit unterschiedlichen Berufen.
Diese Mitarbeiter*innen arbeiten alle gut zusammen.
Das ist wichtig.
Wenn Menschen zur Beratung kommen, haben sie oft mehrere Probleme.
Wenn die Mitarbeiter*innen verschiedene Berufe haben, können mehrere Problem in einem Zentrum geklärt werden.

Ort für Begegnung und Veränderung

Was hat alles Einfluss auf meine Gesundheit?
Ich kann selbst darauf achten, gesund zu leben.
Aber auch wo ich wohne und wie ich wohne hat Auswirkungen auf meine Gesundheit.
Das kann ich oft nicht selber ändern.
Auch die Umwelt hat Auswirkungen auf meine Gesundheit.
Es gibt viele Einfluss-Faktoren, die ich allein nicht verändern kann.
Diese Einfluss-Faktoren erklären wir hier genauer: LINK

Wir brauchen eine starke Gemeinschaft, wenn wir diese Faktoren ändern wollen.
Mit den solidarischen Gesundheits-Zentren soll das möglich sein.
Dort gibt es Angebote, die:

  • Gemeinschaft schaffen

  • Teilhabe fördern

  • Mitbestimmung fördern

So können gesundheitliche Themen gemeinsam bearbeitet werden.
So können Veränderungen angestoßen werden.

Ort im Sozial-Raum

Unsere solidarischen Gesundheits-Zentren sind Teil von Sozial-Räumen.
Sozial-Räume sind Orte, wo Menschen leben, arbeiten und sich begegnen.
Das sind zum Beispiel Kieze oder Stadtteile oder auch Landkreise.
Diese Sozial-Räume sind unterschiedlich.
Sie unterscheiden sich durch:

  • ihre Größe

  • die Anzahl der Menschen, die dort leben

  • die Bedingungen vor Ort

Für uns ist wichtig, dass die Menschen sagen:
Hier ist mein Stadt-Teil, hier lebe ich und ich möchte meinen Stadt-Teil mit gestalten.

Wir haben auch ein Basis-Konzept.
Im Basis-Konzept stehen die Mindest-Anforderungen.
Es gibt Mindest-Anforderungen für:

  • die Angebote in den solidarischen Gesundheits-Zentren

  • die Berufe der Mitarbeiter*innen

Das bedeutet:
Das müssen die solidarischen Gesundheits-Zentren mindestens umsetzen.

Wir wissen: Zu einer guten gesundheitlichen Versorgung gehört noch viel mehr.
Dazu gehören zum Beispiel auch:

  • kinder-ärztliche Betreuung

  • gynäkologische Betreuung

  • Betreuung durch Hebammen

  • physio-therapeutische Angebote

  • ergo-therapeutische Angebote

In manchen solidarischen Gesundheits-Zentren gibt es schon einige dieser Angebote.

Das ist unser Wunsch/Ziel:
Alle solidarischen Gesundheits-Zentren sollen die Angebote umsetzen können, die in dem Sozial-Raum gebraucht werden.

Umsetzung des Konzeptes

Es gibt schon viele solidarischen Gesundheits-Zentren.
Wir denken, dass das Konzept überall funktioniert.
Aber es gibt Unterschiede bei den solidarischen Gesundheits-Zentren.

Es gibt lokale Unterschiede.
Das heißt zum Beispiel: die Bedingungen sind in Bayern anders als in Sachsen.
Oder: die Bedingungen sind in der Stadt anders als auf dem Land.

Deshalb müssen wir immer berücksichtigen:

  • Was brauchen die Menschen in dem Sozial-Raum?

  • Wie viele Menschen leben in dem Sozial-Raum?

  • Wie alt sind die Menschen im Sozial-Raum?

  • Gibt es schon andere Vereine im Sozialraum, die Menschen helfen?

  • Wie ist die politische Situation?

  • Wie ist die rechtliche Situation?  

    • Die rechtliche Situation kann in den Bundes-Ländern oder Städten
      unterschiedlich sein.

    • Auch die Förderung für soziale Projekte kann in den Bundes-Ländern oder Städten unterschiedlich sein.  

Aufbau eines solidarischen Gesundheits-Zentrums

Zuerst braucht es motivierte Menschen.
Diese Menschen wollen die Gesundheits-Versorgung verändern.
Sie interessieren sich für die solidarischen Gesundheits-Zentren und wollen das Konzept in ihrer Stadt umsetzen.
Das ist viel Arbeit.
Und nicht alle können am Anfang das vollständige Konzept umsetzen.
Manchmal geht die Umsetzung schneller, manchmal etwas langsamer.          

Wovon hängt das ab?

  • Wie viele Menschen arbeiten mit?

  • Welche Berufe und Qualifikationen haben diese Menschen?

  • Wieviel freie Zeit haben diese Menschen für den Aufbau des Zentrums?

  • Woher bekommen diese Menschen Geld für den Aufbau und die Umsetzung?

  • Wieviel Geld gibt es für den Aufbau und die Umsetzung?

  • Welche Angebote  können die Menschen mit dem Geld umsetzen?

Finanzielle Unterstützungen erhalten wir durch Spenden und folgenden Institutionen:

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